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News: Boeing - Liefertermine für 787 stehen auch weiterhin
Geschrieben vondarklord auf Friday, 15.February. @ 00:04:49 GMT
Unterstützt durch darklord
SYDNEY - Der US Flugzeugbauer Boeing geht trotz Verzögerungen bei Fertigstellung der ersten 787 auch weiterhin davon aus, dass die Auslieferungstermine gehalten werden können. Dies sagte Randy Tinseth, Vizevorstand des Marketing der Boeing-Sparte Commercial Airplanes, am Montag in Sydney. Am Freitag hatten die Aktien des Konzerns im Handel an der New Yorker Börse nachgegeben, nachdem unter den Händlern gegenteilige Befürchtungen aufgekommen waren.
"Es ist auch weiterhin unser Ziel, den Erstauslieferungstermin im Mai 2008 einzuhalten. Wir stehen jetzt vor einer uns herausfordernden Testphase, können es aber schaffen", so Tinseth. Tinseth benutzte damit annährend die gleichen Formulierungen, die auch Boeing Vorstandschef W. James McNerney Anfang letzten Monats wählte, als der Flugzeugbauer den Erstflug der Maschine ein weiteres Mal verlegte (aero.de berichtete).
Die erste 787 soll jetzt frühestens Mitte November zu ihrem Jungfernflug abheben und damit auch in die praktische Testphase der Zulassungsverfahren starten. Vor dem Modell liegen dann 1.300 Flugstunden und 3.700 Teststunden am Boden, führte Tinseth aus.
McNerney sagte im September, dass noch immer Lieferengpässe bei den für die 787 benötigten Spezialniete bestehen. Die aus Aluminium und Titan gefertigten Stifte des Zulieferers Alcoa stünden nicht in ausreichender Menge für die Serienfertigung zur Verfügung. Alcoa gestand im Mai ein, die Lieferziele für die Stifte aufgrund hoher Nachfrage und Kapazitätsengpässen in der eigenen Produktion nicht einhalten zu können (aero.de berichtete). Boeing musste für den Rollout der Maschine am 8. Juli zunächst Ersatzniete verbauen, mit denen das Flugzeug jedoch nicht flugtauglich ist.
Auch die Bordelektronik konnte nicht zum geplanten Zeitpunkt in Betrieb genommen werden. Das "power on" ist stets ein wichtiger Meilenstein in der Fertigung eines neuen Musters. Montagearbeiter in Seattle mussten Kabelbäume verlegen, die eigentlich von den Rumpfzulieferern schon hätten vorinstalliert werden sollen. Um den Termin für den Rollout einzuhalten, wurden die einzelnen Sektionen von Vought Aircraft jedoch noch unfertig an das Werk Everett (US Bundesstaat Washington) geliefert.
Boeing zog im September Facharbeiter aus anderen Werken in Everett zusammen, um die Verzögerungen in Grenzen zu halten. Montagekräfte auch aus Rüstungssparten des Konzerns werden in Everett eingesetzt.
Die Zulieferkette der 787 hole indes zwar Tag für Tag auf. "Wenn ich ehrlich sein soll, läuft sie aber noch nicht glatt", so McNerney im vergangenen Monat. Auch Entwicklungsverzögerungen in der Flugsoftware hätten das Programm beeinträchtigt. Nach Ansicht von McNerney habe die schnelle Erholung der Luftfahrtbranche nach dem Markteinbruch in Folge des 11. September 2001 viele Unternehmen überrascht. Erst jetzt würden die Kapazitäten wieder hochgefahren.
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