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Fraport VIP-Lounge mit modernem Gesicht

Geschrieben am Mittwoch, 06. Februar 2008
FRANKFURT/M. - Die Fraport AG hat am Freitag ihre modernisierte VIP-Lounge der Öffentlichkeit vorgestellt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, sagte vor Journalisten, damit verbessere sein Unternehmen die Dienstleistung für besonders anspruchsvolle Kunden. Die alte Lounge habe von Gestaltung und Design her nicht mehr den hohen Qualitätsansprüchen, welche Fraport an sich selbst stelle, entsprochen.Deshalb habe man diesem Angebot ein neues Gesicht gegeben, das "elegant und unverkrampft erkenn- und erlebbar" zugleich sei. Wörtlich sagte Schulte: "Die Zeit unserer Kunden ist kostbar. Sie haben einen An­spruch auf Komfort und Ruhe inmitten des pulsierenden Flug­hafens. Auf Exklusivität und Diskretion kommt es bei dieser Dienstleistung gleichermaßen an. Entspanntes Reisen mit Mehrwert heißt die Devise."

Insgesamt seien in die Renovierung 350.000 Euro investiert worden. Schulte verwies darauf, dass 540 Quadratmeter Loungeflächen für diese Dienstleistung zur Verfügung stün­den. Die Hauptlounge B-Transit (Gebäude 205) umfasse 430 Quadratmeter bei vier Räumen. Die Durchgangslounge am Tor 13 (Gebäude 201) sei 110 Quadratmeter groß. Die Kosten für die Inanspruchnahme dieses Services seien für die erste Person 275 Euro, für jede weitere Person hundert Euro.


Umfangreiches Leistungspaket

Schulte erklärte, für dieses Geld erhalte man ein "umfangrei­ches Leistungspaket" entlang der Reisekette – für das ein per­sönlicher Betreuer sorge. Check-in sei ebenso inbegriffen wie Ein- und Ausreiseformalitäten, der Transport von und zu den Flugzeugen direkt über den Vorfeldbereich unter Umgehung der üblichen Terminalwege und der bequeme Lounge-Aufenthalt.


Auch Protokoll des Flughafens

Frankfurt unterscheidet sich nach Angaben Schultes von den VIP-Lounges anderer Großflughäfen vor allem dadurch, dass auch die Abwicklung aller Formalitäten sowie die Sicherheits­belange in die Dienstleistung für den Passagier einbezogen werden. Es werde Service aus einer Hand geboten. Auch würden die Mitglieder der Bundesregierung und Staatsbesu­che betreut. "Unser VIP-Service ist das Protokoll des Frank­furter Flughafens. Hier werden aber nicht nur offizielle Gäste betreut, sondern Privatpersonen aus der ganzen Welt können unseren Service in Anspruch nehmen. Dies ist übrigens unab­hängig von Airline und Buchungsklasse", erläuterte Schulte. Offeriert würden auch Zusatz-Services wie Shuttles in die Region und Catering gegen Aufpreis sowie Hotelbuchungen.


Zeitersparnis und Bequemlichkeit

Schulte unterstrich den Vorteil der Zeitersparnis und Bequem­lichkeit für diese bevorzugt behandelten Passagiere. In beiden VIP-Lounges gebe es eigene Luftsicherheits-Kontrollstellen, womit lange Wartezeiten vermieden würden. Außerdem be­stünden Einkaufsmöglichkeiten im Duty Free-Bereich in un­mittelbarer Nähe zur Lounge. Schulte verwies auf die immer stärker zunehmende Akzeptanz dieser speziellen Dienst­leistungen. Im ersten Halbjahr 2007 hätten 9.271 Passagiere dieses Angebot genutzt. Dies sei gegenüber dem Vorjahres­zeitraum ein Plus von 18 Prozent gewesen. Die Service­leistungen seien sogar um mehr als ein Viertel gegenüber 2006 angewachsen. Dies dokumentiere die wachsende Attraktivität des Services.

"Maßanzug" geschneidert

Schulte lobte das neue Gestaltungskonzept, das von Beate Weller – einer "Grenzgängerin zwischen Architektur und In­nenarchitektur" entwickelt und umgesetzt worden sei. Für die Anforderungen des Nutzers sei ein Maßanzug geschneidert worden, der die professionelle Kompetenz und Kundenfreund­lichkeit des Flughafenbetreibers widerspiegelt. Abschließend machte Schulte darauf aufmerksam, dass der Frankfurter Ser­vice mit 16 weiteren VIP-Lounges europäischer Flughäfen vernetzt sei. Es gehe in der "European VIP-Working-Group" um ein Höchstmaß an Kooperation zum Nutzen der Kunden.


Sponsoring-Vereinbarung mit Vacheron

Eine Sponsoringvereinbarung sei der VIP-Service der Fraport AG erstmals mit der Uhrenmanufaktur Vacheron Constantin eingegangen. Dieses renommierte Unternehmen habe einen Loungebereich, die einstige Bibliothek, nach seiner CI/CD-Linie eingerichtet. Ziel sei, eine "gemeinsame Kunden-Klientel in besonderer Atmosphäre in außergewöhnlichem Rahmen und angemessener Zurückhaltung" anzusprechen. "Under­statement verpflichtet" sei die gemeinsame Philosophie.

Der unter Leitung von Bärbel Storch stehende VIP-Service der Fraport AG hat 22 Mitarbeiter, davon 19 Betreuer. Die jetzige Kundenstruktur besteht zur Hälfte aus Politikern, Staats- und Regierungsoberhäuptern, Ministern, Monarchen und Reprä­sentanten von Königshäusern, Diplomaten und Notenbank­gouverneuren. Die andere Hälfte setzt sich aus Wirtschafts­führern, Business-Reisenden, Prominenten aus Kunst, Kultur und Showbusiness, Gesundheitstouristen und auch Privatrei­senden zusammen.

Der VIP-Service ist außerdem mit der Vorbereitung von Staatsbesuchen, Lotsungen am General Aviation Terminal und Flügen mit Privat-Jets beschäftigt. Im Rahmen von Son­derveranstaltungen wie beispielsweise der Fußball WM 2006 oder der EU-Ratspräsidentschaft 2007 werden ebenfalls VIP-Betreuungen übernommen. Der Fuhrpark bietet zum Trans­port der Gäste diverse Luxus-Limousinen an.
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